In Zusammenarbeit mit Ärzten haben wir die häufigsten Fragen zum Thema Dehnungsstreifen (auch Schwangerschaftsstreifen oder Striae genannt) für Sie beantwortet.
Nein, die Dehnung der Haut während der Schwangerschaft ist nicht die Ursache für die Bildung von Dehnungsstreifen, aber sie kann deren Bildung begünstigen.
Dehnungsstreifen sind Läsionen der Haut, die sich in Zeiten hormoneller Schwankungen wie der Pubertät, Schwangerschaft, starker Gewichtsabnahme und im Laufe mancher Krankheiten bilden. Hormone beeinflussen die Proteinproduktion der Fibroblasten (Hautzellen, die das Elastin und Collagen produzieren) und somit die Qualität und Quantität der Elastin- und Collagenfasern. Dadurch wird die Haut dünner und es bilden sich parallel verlaufende, purpurfarbene Streifen.
In der Schwangerschaft spielt das Alter eine wichtige Rolle: Bei 80% - 90% der Schwangeren zwischen 16-18 Jahren werden sich Dehnungsstreifen bilden, während bei einer ersten Schwangerschaft mit 35 Jahren ein wesentlich geringeres Risiko besteht.
Ja. Eine erste Schwangerschaft ohne Dehnungsstreifen ist keine Garantie für die folgenden Schwangerschaften. Eine vorbeugende Pflege sollte jedesmal benutzt werden.
Ab dem 4. Monat und ganz besonders im 7. und ab dem 8. Monat. Da sich auch nach der Geburt Dehnungsstreifen bilden können, sollte die vorbeugende Pflege bis zur ersten Periode weitergeführt werden.
Behandelt man sie nicht, wird sich das Hautbild nicht von alleine verbessern. Die Dehnungsstreifen werden mit der Zeit perlmuttfarben, aber Länge und Tiefe bleiben unverändert. Eine spezifische Behandlung mindert nach einigen Wochen die Tiefe und Breite der Dehnungsstreifen, auch die Farbe wird unauffälliger. Ganz entfernen lassen sich Dehnungsstreifen jedoch nicht.
Nein, aber sie fallen stärker auf, da die Haut dort wo Dehnungsstreifen sind keine Pigmente produziert und dadurch nicht bräunt. Eine Behandlung der Dehnungsstreifen kann anregend auf den Bräunungsprozess der Haut wirken.